Die Geburt verläuft in drei bedeutenden Phasen. Die letzte und oft übersehene Phase ist die dritte Phase der Geburt. Sie beginnt unmittelbar nach der Ankunft deines Babys und endet mit der Geburt der Plazenta – ein Vorgang, der für deine Erholung und Gesundheit nach der Entbindung entscheidend ist.

Was passiert in der dritten Phase der Geburt?

In der dritten Phase der Geburt löst sich die Plazenta von der Gebärmutterwand und wird ausgestoßen. Wichtige Anzeichen dafür, dass die Plazenta bereit ist, geboren zu werden, sind das Längerwerden der Nabelschnur und ein spürbarer Blutschwall, der signalisiert, dass sich die Plazenta gelöst hat.

Die Dauer dieser Phase variiert je nach Geburtsmethode und Gesundheitszustand der Mutter. In der Regel dauert sie jedoch nicht länger als eine Stunde.

Aktives Management oder natürliche Geburt der Plazenta

Die dritte Phase der Geburt kann auf zwei Arten begleitet werden: medizinisch (aktives Management) oder natürlich (physiologisches Management).

Aktives Management bedeutet, dass ein wehenfördendes Medikament wie Syntocinon oder Ergometrin verabreicht wird, um die Plazentageburt zu beschleunigen – oft innerhalb von 30 Minuten nach der Geburt. Dazu gehören auch das frühe Abklemmen der Nabelschnur und ein kontrollierter Zug an der Nabelschnur. Diese Methode kann das Risiko eines größeren Blutverlusts verringern, hat aber mögliche Nebenwirkungen wie Übelkeit oder einen Anstieg des Blutdrucks.

Tipp für aktives Management: Mach dich mit den verwendeten Medikamenten vertraut und sprich eventuelle Bedenken mit deinem Betreuungsteam an, damit der Ablauf auf deine Bedürfnisse abgestimmt werden kann.

Natürliches Management wird häufig in hebammengeleiteten Einrichtungen oder bei Hausgeburten bevorzugt. Dabei wird die Plazenta durch natürliche Kontraktionen spontan geboren – manchmal unterstützt durch Brustwarzenstimulation. Die Nabelschnur wird erst abgeklemmt und durchtrennt, wenn sie aufgehört hat zu pulsieren. Frühes Stillen wird empfohlen, um die Oxytocinproduktion anzuregen und die natürliche Ausstoßung der Plazenta zu unterstützen.

Tipp für natürliches Management: Sorge für eine entspannte Atmosphäre und fördere Hautkontakt, um den Oxytocinspiegel auf natürliche Weise zu erhöhen. Stillen kurz nach der Geburt kann ebenfalls die Gebärmutterkontraktionen und die Plazentaausstoßung unterstützen.

Denke daran, dass in dieser Phase eine Überwachung auf übermäßige Blutungen wichtig ist, um eine postpartale Blutung zu verhindern – eine ernste Komplikation, die sofortige medizinische Versorgung erfordert. Ebenso wichtig ist eine gute Nachsorge für die Mutter mit Fokus auf Ruhe, Ernährung und Unterstützung für eine reibungslose Erholung.

Die dritte Phase der Geburt nicht unterschätzen

Wenn du die verschiedenen Möglichkeiten zur Begleitung dieser Phase verstehst und dich entsprechend vorbereitest, kannst du informierte Entscheidungen treffen, die zu deinen gesundheitlichen Bedürfnissen und Geburtswünschen passen. Besprich diese Pläne rechtzeitig mit deinem Betreuungsteam, um eine positive Geburtserfahrung zu ermöglichen.

Weiterführende Informationen und Ressourcen:

The UK NCT

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März 28, 2024